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Das Schweigen der Lämmer und Vogelstrauß Politik

Vogelstrauß Politik und das Schweigen der Lämmer
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Untnernehmensphilosophie: Gemeinsam oder als Einzelkämpfer

Jeder der sich selbstständig machen will oder sich bereits selbständig gemacht hat fragt sich, welche Firmenphilosophie er vertreten will.

Will er gemeinsam mit anderen zum Erfolg kommen oder sieht er seine Chance nur als Einzelkämpfer?

Auch wir stellten uns diese Frage schon! Öfters!

Warum wir mehrfach dieser Frage nachgingen ist einfach erklärt.

Wir sind im Grunde eindeutig PRO GEMEINSAM!

Aber leider birgt dies viele Probleme in sich und so kommt man dann doch immer mal wieder ins grübeln ob man es als Einzelkämpfer nicht besser hätte.

Als Einzelkämpfer hat man den Vorteil niemandem verpflichtet zu sein und auch keinem Rechenschaft legen zu müssen.

Meiner Meinung nach überwiegen jedoch die Nachteile!

Denn man muss auch alles alleine machen! Und somit liegt einem auch nur die eigene Gedankenwelt offen.

Klar ist es oft mühsam und oft auch ärgerlich wenn man mit anderen versucht auf einen Nenner zu kommen. Aber in diesen Gesprächen kommt sehr viel ans Licht, was man selber vielleicht übersehen hätte, gar nicht bedacht hat oder schlichtweg anders beurteilt hätte!

Deswegen und weil ich der Meinung bin, dass man auf lange Sicht immer Partner braucht-und wenn es nur dafür ist, damit es besser läuft-bin ich für eine gemeinsame Unternehmensphilosophie!

Aber gemeinsam ist nicht immer einfach oder leicht!

Umso mehr Partner man hat mit denen man arbeiten will umso mehr verschiedene Menschen und Ansichten treffen aufeinander.

Das ist oft wirklich gut, da jeder eine eigene Herangehensweise an Problemfelder und Ideen hat - aber auch darin verbirgt sich eine enorm große Gefahr!

Denn was tut man oder wie verhält man sich wenn die eigene Sicht der Dinge scheinbar kritisiert wird?

Oder ganz von den Partnern verworfen wird?

Bis wohin geht dieses gemeinsam eigentlich? Und ab wann überschreitet man die Grenzen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit?

 

All diese Fragen kann man nicht pauschal beantworten.

Für mich hängt dies ganz stark damit zusammen, wie gut ich meinen Partner wirklich kenne und einschätzen kann und wie mir etwas mitgeteilt wird.

Ja, ehrliche Meinung und die Wahrheit ist mir wichtig - auch wenn es nicht immer einfach ist!

Aber "Der Ton macht die Musik" ist auch ganz wichtig und zu beachten.

 

Mittlerweile habe ich aber feststellen müssen, dass weder Ehrlichkeit noch Ton etwas ist was man leicht unter Partnern findet!

 

Auf allen Ebenen - egal ob nun Privat oder Geschäftlich - ob armer Schlucker oder gut betucht - egal ob Mann oder Frau -

EHRLICHKEIT und der PASSENDE UMGANGSTON ist MANGELWARE

 

Gerade im Umgang mit Behörden oder Institutionen hat man mit Unehrlichkeit und Informationslosigkeit zu kämpfen. Aber wenn man dies bemängelt kommt noch ganz schnell Vertuschung, leugnen und natürlich ein sehr unpassender Umgangston dazu - ganz nach dem Motto "getroffene Hunde bellen".

Hier hat man dann nur zwei Möglichkeiten:

 

1) Man lässt es auf sich beruhen und arbeitet alleine weiter.

Dies ist zwar Nervenschonender, jedoch leben diese Institutionen genau von diesem Denken.

Denn jeder der nicht weiter nachhakt oder die vorgefallenen Dinge klären lässt trägt dazu bei, dass diese "Firmen" diese Haltung beibehalten und ausbauen. Somit kommt man nicht nur selber nicht weiter, sondern auch in Zukunft können man selbst und andere nicht weiter kommen.

Somit bleibt die zweite Möglichkeit.

 

2) Man besteht auf sein Recht und die Richtigkeit.

Dieser Weg ist oft langwieriger als man am Anfang denkt und leider auch nicht immer von Erfolg gekrönt.

Jedoch zeigt man so - jenachdem wie man diesen Weg genau beschreitet - etwas leiser oder sehr laut auf, wie teilweise miteinander umgegangen wird.

 

Im Umgang mit kleineren Partnern ergeben sich oft zwischenmenschliche Probleme.

Der eine findet, dass der andere sich nicht genug bemüht und die gemeinsamen Interessen nicht richtig oder überhaupt nicht vertritt.

Auch kommt es bei kleinen Partnern oft vor, dass nicht jeder die Trennung zwischen Privat und Geschäft gleichzieht.

Doch egal welche Probleme sich genau ergeben, so finde ich, kann man diese nur beheben kann wenn man diese ehrlich und ruhig anspricht.

Hier verbirgt sich aber ein ungeahntes Problem!

Denn egal wie ruhig und egal wie gut die Absicht ist, ein zwischenmenschliches Problem mit privatem Einschlag zu besprechen ist immer persönlich und wird oft vom Gegenüber als Angriff gewertet.

Und wenn dies passiert kann man das Gespräch auch schon beenden, denn somit ist hier nicht mehr mit Konstruktivität zu rechnen.

Warum?

Der Mensch neigt in einer Situation in der er sich angegriffen fühlt einfach dazu sich verteidigen zu wollen oder einen Gegenangriff zu starten.

Beides ist für eine Klärung nicht hilfreich.

Also ist es in so einem Fall wohl besser das Gespräch kurzfristig zu beenden und ein andermal aufzugreifen.

Man muss jedoch auch so ehrlich sein, dass es manchmal zwar zu einer Klärung kommt, diese aber unter Umständen nur kurzfristig ist und dann dieses Problem wieder und immer wieder auftritt.

Hier gilt wie in jeder Partnerschaft, dass man Probleme auch öfter ansprechen kann und muss - aber man muss auch Grenzen haben.

Denn für keinen der Geschäftspartner ist es gut, wenn immer wieder viel Energie in die Klärung des gleichen Problems oder ähnlicher Probleme gesteckt werden muss - diese Energie braucht jede Seite für das Geschäft. So sollte man- wenn es sich wirklich nicht auf lange Sicht klären lässt- die Partnerschaft lieber einvernehmlich und so gut wie möglich beenden, damit für keinen der Partner ein weiterer Schaden entsteht.

 

Mein Fazit ist: gerne gemeinsam aber nicht um jeden Preis!

 

Nun hoffe ich euch die einen oder anderen neuen Gedanken und Problemfelder für eure persönliche Unternehmensphilosophie aufgezeigt zu haben!

 

Eure Christin, die immer noch trotz vieler negativer Erfahrungen an ein gemeinschaftliches Miteinander glaubt!

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Geplant - verplant und unverhofft kommt oft

Ach ja, der Umzug nach Köttmannsdorf - in das Elternhaus von Michael.

Es ist ein wirklich großes Haus mit viel Grundstück - auch wenn es durch die Terrassen und die Hänge nicht optimal nutzbar ist - aber sehr schön.

Einzige Unbekannte - die Schwiegermutter in spe wohnt auch mit im Haus.

Ob das gut geht?

Man hört immer wieder diese "Horrorgeschichten" von Schwiegermüttern und Schwiegertöchtern. Und irgendwie gehen die Geschichten mit mehreren Generationen immer ähnlich aus. Die verschiedenen Parteien können und/oder wollen einfach nicht miteinander klar kommen. Es werden alle möglichen und unmöglichen Hebel in Bewegung gesetzt um die andere Partei los zu werden. Und am Ende gibt es meistens nur Verlierer. Jeder hat seine Ruhe, Gelassenheit und Zufriedenheit verloren. Oft gehen Familien, Beziehungen und Ehen daran kaputt.

Na, da könnt ihr euch vorstellen welche Ängste ich hatte.

Und klar dazu kam dann noch die Angst, dass ich genau durch meine Ängste diese Situation vor der ich Angst hatte heraufbeschwören würde.

Jaaaaaa- ich bin manchmal kompliziert - nein eigentlich immer - und ja, mein Kopf findet hunderttausend Gedanken, was alles schief gehen könnte und was wohl passieren wird.

Also habe ich versucht mich zusammenzureißen. Einfach ich zu sein.

Naja, so wirklich gut ging das nicht. Und ja es tut immer noch weh an diese Zeit zu denken - obwohl nun schon einige Jahre dazwischen liegen.

So hatten wir geplant, dass wir als kleine Familie den mittleren Hausteil (Oberes Erdgeschoss - wegen Hanglage) nutzen würden und wir später den Dachboden ausbauen - damit wir noch etwas mehr Platz bekommen - da wir zu unserem großen Sonnenschein noch zu gerne ein Geschwisterchen haben wollten. Und für Zwergenstadt brauchten wir ja auch Platz. Meine Schwiegermutter in spe würde das untere Erdgeschoss nutzen.

Also wurden beide Wohnbereiche dementsprechend hergerichtet. Jeder Bereich hatte seinen eigenen Eingang und den Garten wollten wir gemeinsam nutzen. Es war so schön geplant.

Doch wie sagt man so schön: "Der Mensch denkt, doch Gott lenkt" oder "Wenn der eine nicht will kannst du nicht in Ruhe leben".

Ich glaub ihr könnt euch denken, was sich nach dem Einzug langsam aber sicher einschlich. Wie sich die Situation Stück für Stück verschlechterte und ich irgendwann als weinendes Häufchen Elend am Wohnzimmerboden saß (mein kleiner Sonnenschein hielt seelig seinen Mittagsschlaf) und versuchte durch Kuscheln mit unseren 2 Hundedamen etwas Trost zu finden. Ganz in meiner Hilflosigkeit der Situation gegenüber verloren, sodass mir gar nicht bewusst war, dass Michael bald nach Hause kommen würde.

Wäre mir dies bewusst gewesen hätte ich die Tränen weggewischt, mein Gesicht mit kaltem Wasser gewaschen und meinen Mann wenn auch nicht lachend so aber wenigstens lächelnd empfangen. Immerhin war das "Problem" zwischen seiner Mutter und mir begraben - auch wenn mir nicht so recht bewusst war warum - und auch heute mit einiger Zeit abstand verstehe ich es noch immer nicht.

Und ich wollte mich für ihn und unseren kleinen Mann zusammenreißen, meine zwei Männder nicht in die Situation bringen, dass sie das Gefühl bekämen sich entscheiden zu müssen.

Tja, nur diesmal glänzten die Tränen noch ganz frisch auf meinen vom weinen roten Wangen als Michael nach Hause kam.

Er sah mich nur an und fragte mit besorgter Stimme was denn passiert wäre und ich konnte nicht mehr. Ich konnte meine Hilflosigkeit und meine Wut und mein Unverständnis nicht mehr verstecken und alles brach aus mir heraus.

Ich schluchzte wie ein Schlosshund derweil ich ihm alles erzählte.

Ihm meine Gedanken und Ängste versuchte zu erklären die sich in den letzten Wochen und Monaten aufgestaut hatten. In Wochen und Monaten in denen ich mich nicht mehr traute mit meinen Hunden und meinem Sohn in den Garten zu gehen, oder auch nur die Balkontür oder Fenster offen zu halten - in der Angst wieder etwas zu hören oder anderweilig mitzubekommen was ich gar nicht wollte. In der Angst mich wieder falsch zu verhalten ohne es zu wissen, ohne es zu wollen.

Ich erzählte ihm einfach alles - auch diese vielen kleinen Details die ich ihm die letzten Wochen und Monate nicht erzählt hatte - um ihn zu beschützen - um ihn nicht seine Mutter in einem anderen Licht zu zeigen als er sie selber sah. Doch diesmal erzählte ich alles.

Und nach einem schier endlos langem Monolog musste ich ihm sagen, dass ich so nicht mehr leben konnte.

Ich musste es ihm sagen, nicht weil ich ihn nicht liebte - oh nein, ich liebte ihn und liebe ihn heute noch mehr als damals - aber ich musste es ihm sagen, da ich langsam aber sicher nicht mehr ich war. Ich war nur noch bedrückt und lachte kaum, und selbst wenn ich lachte - lachte ich nicht.

Und ich hatte eine Verantwortung meinem kleinen Mann gegenüber. Er sollte nicht in so einem von Streit und Zank geplagten Umfeld aufwachsen. Und er sollte nicht sehen müssen wie seine Mama immer wieder weinte - und in letzter Zeit konnte ich es immer weniger verheimlichen.

Michael war sprachlos - schien geschockt von alldem was ich ihm erzählte.

Was passiert war. Was ich gehört hatte ohne es hören zu wollen. Was getan wurde.

Es war schrecklich.

Es war die letzte Zeit schrecklich, doch es war noch schrecklicher ihn jetzt so zu sehen.

Ich weinte und weinte und wusste wirklich nicht mehr weiter.

Nach einer Weile versprach er mir, dass er alles daran setzen würde, diese Situation wieder ins Lot zu kriegen - er bräuchte nur etwas Zeit.

Natürlich gab ich ihm diese benötigte Zeit nur zu gerne und schöpfte Hoffnung, dass es doch noch alles gut werden würde.

 

Tja, weit gefehlt!

Michael versuchte wirklich sein Bestes! Er sprach mit seiner Mutter. Holte sich Rat und Hilfe bei Verwandten und Freunden.

Doch es wurde nicht besser - es wurde immer schlimmer.

Und das schlimmste für mich war nicht, was mir angetan wurde und über mich erzählt wurde, das schlimmste für mich war, dass Michael, der wirklich versuchte es allen Parteien recht zu machen und Kompromisse zu finden, immer mehr - regelrecht als "Teufel" hingestellt wurde von seiner eigenen Mutter.

 

Irgendwann waren wir beide am Ende unserer Kräfte! Dieses Leben im Haus war kein Leben. Wir waren so selten wie möglich zu Hause. und für Zwergenstadt hatten wir oft weder Kopf noch ein Händchen - da jeden Tag eine Schreckensmeldung die nächste jagte.

Ach, schönes Leben wo warst du nur?

Und unsere liebevoll aufgebaute kleine Zwergenstadt - natürlich stellten wir kaum noch neue Artikel rein, verkauften dadurch weniger und oft kamen dann diesbezüglich auch schlechte Rückmeldungen der Kundschaft. Zu wenig Angebot! Doch man kann ja schlecht seinen Kunden erzählen, in welchem Horrorhaus man gerade dahin vegetiert.

Also schleppten wir uns mit unserer restlichen Kraft zu einem Rechtsanwalt. Diesen Schritt wollten wir nie gehen, doch wir wussten keinen anderen Ausweg mehr. Und es folgten einige offene und oft schmerzhafte Gespräche mit diesem Rechtsanwalt.

Am liebsten wären wir ja einfach aus dem Haus ausgezogen und hätten uns unser Leben irgendwo neu aufgebaut - doch Michael gehörten 50% des Hauses und das musste geregelt werden - doch ohne rechtliche Hilfe ging leider nichts mehr.

Wochen und Monate vergingen - ein rechtlicher Termin jagte den nächsten.

Doch nach schier endlos langer Zeit rückte eine Lösung in greifbare Nähe und dank der Hilfe unseres Rechtsanwaltes wurde diese Lösung Realität!

Ende 2015 zog Schwiegermutter in Spe aus und wir konnten ihr - dank Kredit - ihre 50% abkaufen.

Wir waren geschafft - geschafft hatten wir es ja noch nicht.

Wir waren K.O. und erledigt - doch wir hatten die Hoffnung geschenkt bekommen, dass sich unser Leben nun endlich wieder normalisieren würde.

Wir mussten ab jetzt sehr auf unsere Finanzen achten - denn so ein Kredit muss erst mal zurückgezahlt werden - und die ganzen Nebenkosten galt es auch noch zu begleichen. Große Sprünge konnten wir vorher auch schon nicht machen - aber nun hieß es erst mal jeden Cent doppelt oder dreifach umdrehen.

Doch wir hatten Hoffnung!

Es dauerte eine Weile bis vor allem ich mich wieder traute mich frei im Haus und am Grundstück zu bewegen.

Oft kam ich mir beobachtet vor und manchmal hätte ich auch schwören können "Ihre Gestalt" gesehen zu haben, wie sie mich verfolgte.

Oh ja, so ein bisschen Verfolgungswahn hatte sich tatsächlich bei mir eingeschlichen - doch die Zeit, meine zwei Männer und unsere Hunde halfen mir,

sodass ich recht bald wieder mit meinem Sonnenschein im Garten spielte, auch wenn Michael nicht zu Hause war - und ja - das war ein riesenschritt für mich!

Seitdem Schwiegermutter ausgezogen ist kehrte immer mehr Ruhe ins Haus zurück - auch wenn es Dank dem Kleinen alles andere als ruhig war,

denn er und die Hunde freuten sich wohl am meisten. Sich endlich wirklich frei bewegen können und rumrennen und auch mal laut herumquietschen. Ja, diese Momente - wenn ich sah wie zufrieden mein Kleiner war - heilten diese Wunden der vergangenen Zeit.

Nun ja und auch wenn es nun schon bald 2 Jahre dauerte, dass sich ein kleines Geschwisterchen zu uns gesellen würde - so war auch hier die Hoffnung groß, dass dies nun nachdem alles ruhiger und gelassener wurde auch in Erfüllung gehen würde.

 

Wobei wir so beim Thema unverhofft wären.

Warum?

Weil ich kaum 14 Tage nachdem alles geregelt war - einen kleinen Test mit 2 zartrosa Strichen in den Händen hielt.

Und ich weinte wieder als Michael nach Hause kam.

Aber diesmal vor Glück!

Und unser so turbulentes Leben wurde ruhiger und aufregender im gleichen Augenblick.

 

Rückblickend weiß ich wie knapp es war, dass wir als Familie durchgehalten haben. Und ich weiß wieviel Kraft Jeder von uns für "Uns" aufgebracht hat. Ich hätte gut auf diese Erfahrungen verzichten können doch bin ich auch dankbar dafür - dieses unendliche Vertrauen dadurch gefunden zu haben. Dieses Vertrauen in "Uns" und darin, dass wir wirklich alles schaffen können!

 

Eure Christin mit ihren Männern

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4 Jahre Zwergenstadt - Wissen ist Alles - Unwissenheit macht Arbeit

Nachdem das Logo "gefunden" wurde habe ich im Schweise meines Angesichts die Facebookseite fertig gestellt.

So als absoluter Neuling war das gar nicht so einfach.

Alleine die Fachbegriffe - alle in Englisch - waren für mich der Horror!

Ja, ich hatte Englisch in der Schule - hab sogar darin maturiert (Für alle Leser aus Deutschland: Matura = Abitur). Aber nein, Englisch wird wohl nie mein Freund werden.

Aber mit Hilfe von Michael, der sich übrigens mit Englisch so leicht tut, dass ich wirklich eifersüchtig werden könnte, habe ich mich durch diesen Begriffsjungel gehangelt. Und mit Hilfe von diversen Suchmaschinen habe ich dann auch herausgefunden was denn nun zu tun ist.

Auch waren natürlich die ganzen gesetzlichen Bestimmungen zu beachten - und da sind einige Stunden nur für Recherchen draufgegangen.

Um Himmels Willen, was ist eine Verpackungsverordnung? Wie ist das nun genau mit der Registrierkassenpflicht? Mehrwertsteuer oder Umsatzsteuer? Oder ist das doch alles das Gleiche? Was muss man denn eigentlich bei der Rechnungslegung beachten und muss man überhaupt eine Rechnung legen?

Ach, diese Fragen - und noch viele, viele mehr - mussten alle nacheinander geklärt und umgesetzt werden.

Doch dies sollte alles nur am Rande geschehen! Denn was ist für einen Onlineshop das wichtigste?

Richtig, das Sortiment!

Ha! Und da war das nächste Problem - wie stelle ich das Sortiment dar? Was ist überhaupt mein Sortiment?

Auch hier galt es in Ruhe zu überlegen und die richtigen Entscheidungen zu fällen.

Doch Ruhe gab es nur selten!

Nicht nur das mein kleiner Sonnenschein mich immer mehr auf Trab brachte und auch hielt, so stand auch mein Umzug zu Michael ins Haus.

Oh, ihr Lieben - allein wenn ich an die damalige Zeit denke wird mir ganz anders!

Warum?

Ihr denkt bei uns war sowieso alles nur eitel Sonnenschein?

Naja so ganz falsch ist das nicht - zumindest zwischen Michael und mir war und ist eigentlich immer Sonne pur - nur gab es damals halt auch noch andere Personen.

Auf wen ich anspiele?

... Meine Schwiegermutter in spe.

Ja was soll ich dazu sagen ... am Anfang alles toll und wirklich in Ordnung! Immerhin gehörte ihr und Michael (gemeinsam) das Haus, in welches Ich und mein kleiner Mann mit einziehen sollten.

Aber jeder hat halt so seine Erfahrungen - und Ängste - und ja, ich hatte wahnsinnige Angst in das Haus zu ziehen!

Unter ein Dach mit meiner Schwiegermutter in spe.

Sowas geht doch selten gut! Man hört doch auch immer nur, dass es Probleme gibt und nicht funktioniert.

Darüber gibt es ja auch genug Hollywoodschinken wie "Schiegermonster" oder "Heiraten ist auch keine Lösung" und viele, viele mehr.

Naja, nach vielen Gesprächen dann also doch die Entscheidung, mit Bauchschmerzen aber Hoffnung sich zu täuschen, wir ziehen in das Haus!

Immerhin gab es so gesehen 2 getrennte Wohnungen (naja so gut wie - aber mein Gott! so schlimm wird es schon nicht werden).

Naja - wie schlimm es doch wurde - sollte wohl in einen eigenen "Schwiegerdrache" Blogartikel.

Aber die Vorbereitungen und auch der ganze Umzug fraßen natürlich viel Zeit.

Zeit, die mir dann bei meinem kleinen Onlineshop fehlte.

Aber wann auch immer sich ein paar Stunden erübrigen ließen schmiss ich die Waschmaschine an, um Kleidung für Zwergenstadt zu waschen. Hängte diese auf, bügelte, fotographierte (Mit Mühe und Not - wirklich gefallen haben mir diese Fotos nicht recht) und stellte die Artikel online.

Und es wurden mehr und mehr Artikel - trotz der Verkäufe!

Und es wurde mühsam, die sorgältig in Kisten verstauten Artikel heraus zu suchen.

Ohja, ich hatte etwas vergessen! Etwas sehr entscheidendes für jeden Shop!

Sowas passiert halt wenn man es alleine machen will - ohne Hilfe - und teils halt auch ohne Wissen und Vorkenntnisse.

Was ich vergessen hatte?

ARTIKELNUMMERN und ein LAGERSYSTEM!

Tja, nur ist dies leichter gesagt als dann tatsächlich eingeführt!

Artikelnummern - soll ich jetzt einfach die Artikel durchnummerieren? Bei 1 anfangen und fortlaufend zählen?

Das wird doch innerhalb kürzester Zeit wieder unübersichtlich - oder nicht!?

Und ein Lagersystem - mein Lager bestand und besteht immer noch aus diversen Bananenkartons - wie soll oder kann man denn da Ordnung rein bekommen?

Nun ja, mittlerweile - nach einigen großen Änderungen und vielen, vielen kleinen Adaptierungen- haben wir mittlerweile ein Lagersystem und Artikelnummern, die es wirklich ermöglichen verschiedene Artikel innerhalb kürzester Zeit zu finden.

Alles wurde beachtet!

Geschlecht, Größen, und um was es eigentlich geht - also ob es ein Body, eine Hose oder ein Rock ist.

Damals waren es rund 20 bis 30 Bananenkisten - mittlerweile besteht unser Shoplager und Lager für die Artikel, die noch nicht im Shop sind aus rund 250 Bananenkisten!

Grob geschätzt sind es zirka 10.000 Artikel die wir momentan behüten und für euch vorbereiten.

Mittlerweile sind auch spezielle Handmade Artikel aus Kärnten mit dazu gekommen - was nochmal zu einer Überarbeitung des Lagersystems führte.

Tja-und so hat mir meine Unwissenheit immer wieder viel zusätzliche Arbeit gemacht.

Aber hey, wir haben unseren Weg gefunden!

Trotz Umzug und Lagerproblematiken wuchs Zwergenstadt super!

Und ich - wir - merkten schnell, dass Zwergenstadt weit mehr als ein Hobby war und sein konnte!

Doch das Leben drum herum um unsere Selbständigkeit hielt in der Zeit nach dem Umzug viele unerwartete Überraschungen für uns bereit.

Was da so alles bei uns los war?

Das erzähl ich euch im nächsten Blogbeitrag!

Eure Christin und Männer

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4 Jahre Zwergenstadt - Unser Logo - ein Tageswerk

So-also da standen Michael und ich mit dem Gewerbeschein in seiner Hand.

Nun hies es Ärmel hochkrempeln und mit einem Kopfsprung in die Selbständigkeit.

Selbständigkeit - ein trübes Gewässer mit unbedachter Tiefe

Aber egal - wir wollten es - wir habens - also machen wir das!

 

Voller Eifer und Elan erstellte ich in den nächsten Tagen unsere Facebookseite - die wir bis heute mit viel Liebe weiterführen und immer wieder anpassen und verändern.

 

Doch welches Bild jetzt als Titelbild nehmen? Und welches als Profilfoto?

Ja ein Logo wäre toll!

 

Doch hat sich schon mal jemand kundig gemacht was so ein Logo kostet? Schnell ist man da bei einer größeren Dreistelligen Summe dabei - so ohne Verbindungen.

Naja das Geld hatten wir nicht - so war unser Budget doch sehr knapp und vorallem für den Ankauf reserviert.

Also setzte ich mich an meinen PC - packte die alte Windows Paint Version aus und fing an zu basteln.

Und ja ich bastelte eine ganze Weile - aber nach einigen Stunden war ich mit unserem Logo sehr zufrieden. Immerhin war es unser Logo und dann auch noch selbst erstellt.

Ein gewisser Stolz machte sich schon bei mir breit.

Aber auch der Zweifel, denn was würde wohl mein Mann zu diesem Logo sagen?

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